Kultur im Galicien-Lexikon

Bis in das 12. Jahrhundert reichen die Wurzeln der galizischen Literatur zurück, denn der älteste literarische Text in galizischer Sprache ist ein Lobgesang von Xoan Soares de Pavia aus dem Jahre 1196. Die galizische Sprache war während des 16. bis zum 18. Jahrhunderts eine der am weitesten verbreiteten Sprachen in Galicien und doch gibt es kaum literarische Werke aus dieser Zeit. Erst durch den Beginn des Rexurdimento, der sprachlich-literarischen Wiedergeburt im Jahre 1863 kam es wieder zu einigen Aufzeichnungen. Besonders ist aus dieser Zeit das Werk Cantaes Gallegos von Rosalia de Castro zu nennen. Unter der Herrschaft des Franc-Regimes waren Veröffentlichungen in der galizischen Sprache untersagt. Nach dem Ende dieser Schreckensherrschaft erlebte die galizische Literatur jedoch wieder einen Aufschwung. Heute gehören zu den bekanntesten galizischen Autoren Xose beira, Vilas, Suso de Torro und Mendez Ferrin.

Auch in Sachen Musik hat die autonome Region Galicien in Spanien so einiges zu bieten. Die traditionelle Musik ist durch den Dudelsack, die Leier und die Harfe geprägt. Außerdem gibt es viele Stücke, in denen das Tambori und die Pandereta eine wichtige Rolle spielen. Durch den Mix dieser Instrumente hat die Musik immer etwas irländisches. Es gibt einige Gruppen aus Galicien, die auch international Anerkennung gefunden haben, wie etwa die Gruppe Milladoruo oder Fuxan os Ventos. Weitere Musiker, die in der Folkloreszene von Galicien sehr beliebt sind, sind beispielsweise Berrogütto, Carlos Nunez, Luar na Lubre und Cristina Pato sowie Xose Manuel Budino. Auch die Kunstszene hat in Galicien einiges zu bieten, was man im Museum für zeitgenössische Kunst von Galizien, im Centro Galego de Arte Contemporanea, auf beeindruckende Art und Weise sehen kann.


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Text (c) 2017: C. H.

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