Feste im Galicien-Lexikon

In der autonomen Gemeinschaft Galicien gibt es bis heute eine einheimische Rasse von Pferden, die frei in der Wildnis und völlig uneingezäunt leben. Diese Herden werden einmal im Jahr zusammengetrieben, damit man ihre Mähen stutzen und sie markieren kann. Anschließend werden die Pferde wieder frei gelassen. Rund um dieses Ereignis haben sich in der ganzen Region von Galicien unheimlich viele regionale Feste ergeben, von denen jedes für sich einen Besuch wert ist. Besonders schön ist das am zweite Sonntag im Mai in La Valga in Pontevedra. Ebenfalls im Pontevedra, in Torrona, findet es am ersten Sonntag im Juni statt und am 2. Juni kann man es in Mougas, ebenfalls in Pontevedra, erleben. Am letzten Sonntag im Juni findet ein Fest in Capelada in La Coruna statt und am ersten Sonntag im Juli in Canadoso, San Andres de Boymente-Vivero, beides in Lugo. Ein weiteres Fest der Spanier ist die Fiesta de la Reconquiste, die Feier der Rückeroberung des spanischen Gebietes von dem Mauren. Es wird besonders schön am 28. März bei der Fieste de la reconquiste in Vigo gefeiert. Nicht verpassen darf man auch das Wikingerfest von Catoira. Es spielt eine historische Begebenheit nach, denn die Wikinger versuchten, über die Flüsse bis in das Inland zu gelangen. Dort wollen sie den sagenumwobenen Schatz von Santiago de Compostela plündern. Allerdings wurde daraus nichts, denn die Wikinger wurden abgewehrt. Bei diesem Fest, das am ersten Sonntag im August in Catoira in Pontevedra statt findet, überfallen als Wikinger verkleidete Einheimische von ihren Drachenbooten aus die friedlichen Bewohner von Galicien. Die Schlacht verläuft natürlich völlig unblutig und endet mit dem Verzehr von Unmengen von Wein, Muscheln und Tintenfischen. Das Wikingerfest ist als fest "von nationalem historischen Interesse" eingestuft und wird auch von Musik von Dudelsackgruppen begleitet.

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Text (c) 2017: C. H.

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